Jungsteinzeitliche Maske aus Bad Schussenried Riedschachen am südlichen Federsee. Ein sensationeller Fund

„Seit ihrer sensationellen Entdeckung im Zuge der staatlichen Torfgewinnung 1875 und vor allem durch die groß angelegten Siedlungsgrabungen des Urgeschichtlichen Forschungsinstitutes der Universität Tübingen in den 1920er Jahren haben es die „Schussenrieder Pfahlbauten“ unter Archäologen zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Zwei archäologische Kulturen, die Aichbühler Kultur (ca. 4200 v. Chr.) und die Schussenrieder Kultur (ca. 3960– 3850 v. Chr.), sind nach den jungsteinzeitlichen Dorfanlagen Riedschachen und Aichbühl im Steinhauser Ried auf der Gemarkung Bad Schussenried benannt, die hier am ehemals südlichen Ende des Federsees in einzigartiger Weise unter einem mächtigen Torfpaket die Jahrtausende überdauerten. Mehr als 35 Häuser mit substanziell erhaltenen Holzfußböden und Wandteilen, ausgestattet mit Kuppelbacköfen und Herdstellen, sowie bedeutsame Funde aus Keramik, Stein und Knochen, in einigen Fällen auch aus Holz und Textil, sind ausgegraben und in mehreren Monografien vorgelegt worden. Nach neuerlichen Entdeckungen kann ein weiterer Superlativ mit dem Fundplatz verbunden werden: eine jungsteinzeitliche Maske.“

Autor: Helmut Schlichtherle

Denkmalpflege in Baden-Württemberg

Ausgabe 1, 2016

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